Hamburg – Venedig 2012

(1540 km, 11 Fahrtage)

Geplant war ein e Radtour von München nach Venedig, doch wie k ommt man nach  München? Na klar, mit dem Rad! Auf der Anreise nach München legte ich mehr Wert auf schnelles Vorankomman als auf eine schöne Strecken, so dass ich große Teile auf Bundesstraßen unterwegs war. Die Etappenziele waren Celle, Duderstadt, das Schiefergebirge und Bam berg. Übernachtet habe ich in einem Einpersonenzelt das auf jedem Campingplatz aufsehehn erreg t („kuck mal, ein Zelt für den Hund!“)

und dafür sorgte, dass p1030537_v1man mit den anderen Campern immer schnell ins Gespräch kam. Auf der letzten Etappe legte ich 268 km zurück und erreichte München spät in der Nacht. Ab München waren wir zu viert, Nico, Julian, Tim und ich. Zunächst fuhren wir entlang der Isar auf ausgeschilderten Radwegen zum Achensee in Österreich. Dann weiter entlang des Inntalradweges nach Insbruck und auf den 1374 m hohen Brennerpass. Hier überqueren wir die Grenze nach Italien. Weiter geht es durch das Eiscimg2234_v1acktal bergab nach Sterzing und durch das beeindruckende Pustertal. Beim Campen am Toblacher See blicken wir auf die drei Zinnen, einen markanten und bei Kletterern äußerst beliebten Gebirksstock der Dolomiten. Während des ersten Weltkrieges verlief hier die Front zwischen Italien und
Österreich-Ungarn. Um die Front zu beliefern wurde die Dolomitenbahn errichtet. Heute verläuft auf ihrer Trasse der Lange Weg der Dolomiten dem wir weitgehend folgen. Ein besonderes Highlight sind hierbei die alten in den Fels geschlagenen Bahntunnel. Mit ca. 1560 m erreichen wir den höchsten Punkt der Tour, ab jetzt geht es bis Venedig nur noch bergab. Und so fliegen wir fast durch den Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1956 Cortina d’Ampezzo hindurch nach Pieve d` Cadore. Noch einmcimg2077_v1al geht es auf der vorlet zten Etappe durch traumhafte Landschaft immer bergab bis zum letzten Campingplatz vor Venedig der nahezu komplett in holländischer Hand ist. Obwohl Venedig sehr sehenswert ist, blieben wir nur einen Tag, da die Stadt einfach zu voll und zu teuer ist. Stattdessen fahren wir mit der Bahn zurück nach München und unternehmen noch eine Bergtour in der Umgebung der Zugspitze.